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18.01.2010: Antrag auf Bildung eines Ausschusses für Demographie und Gemeindeentwicklung

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Bedburg-Hau beantragt

die Bildung eines Ausschusses für Demographie und Gemeindeentwicklung.

 

B e g r ü n d u n g :

Die absehbaren Herausforderungen durch die Bevölkerungsentwicklung, aber auch die erforderlichen Integrationsleistungen für Menschen mit Migrationshintergrund oder die Betreuung und Versorgung behinderter, pflegebedürftiger und alter Menschen nehmen immer weiter zu.

Der Faktor Demographie hat nahezu auf alle kommunalen Bereiche Auswirkungen. In den nächsten Jahren und Jahrzehnten wird sich das gesellschaftliche Leben aufgrund des demographischen Wandels verändern. Dies stellt die Kommunen vor neue Aufgaben, weil seine Folgen sich auf alle Handlungsfelder auswirken, wie bspw. Schulen, Verkehr, Gesundheit, Infrastruktur etc. Daher regen wir an, dass der Ausschuss vor allen anderen Gremien die Vorlagen unter demographischen Gesichtspunkten erörtert und strategische Konzepte entwickelt.

Zur Einführung in dieses Thema sollte externe Hilfe in Anspruch genommen werden.


Mit freundlichem Gruß


Silke Gorißen
(Fraktionsvorsitzende)

03.11.2009: Antrag auf Prüfung von Verkehrsberuhigungsmöglichkeiten im Bereich der Horionstraße

horionstrasse

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die CDU-Ratsfraktion beantragt,

die Verwaltung zu beauftragen,




a)

Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung im Bereich der Horionstraße zu prüfen, insbesondere durch die Vornahme einer Abbindung oder das Aufbringen von Fahrbahnschwellen, und

 

b)

die Kosten für die ermittelten Möglichkeiten im einzelnen darzulegen.

 

Begründung:

Im Sommer 2009 erreichten die CDU Bedburg-Hau zahlreiche Anfragen betroffener Anwohner, die um eine Prüfung und Abhilfe der von ihnen als misslich empfundenen Verkehrssituation baten. Es erfolgte daraufhin zunächst eine Prüfung der Verkehrssituation im Bereich der Horionstraße durch die Polizei.

Das Verkehrsüberwachungsergebnis liegt der Gemeinde vor und wurde vom Bürgermeister in der konstituierenden Ratssitzung vom 26.10.2009 unter dem Punkt Verschiedenes zur Sprache gebracht.

Die schriftliche Auswertung wurde der CDU-Ratsfraktion auf ihre Bitte hin überlassen.       

Die in der Zeit vom 25.08.2009 bis zum 04.09.2009 in der Horionstraße durchgeführte Verkehrsüberwachung hat gemäß Vermerk der Polizei Kleve vom 30.09.2009 ergeben, dass täglich durchschnittlich 1.500 bis 1.600 Fahrzeuge (davon 1.100 bis 1.200 Pkw) die Horionstraße in Fahrtrichtung Bahnübergang, durchschnittlich 1.000 Fahrzeuge (davon ca. 750 Pkw) selbige in Fahrtrichtung Schmelenheide passieren.

Die Geschwindigkeitsüberschreitung lag bei einer Einschreitschwelle von 44 km/h in beiden Fahrtrichtungen zwar unter 10%, doch ist die Horionstraße im Hinblick auf die Zahl der diese täglich nutzenden Fahrzeuge deutlich überfrequentiert.

Die in der Vergangenheit getroffenen Maßnahmen (Tempo-30-Zone mit Rechts-vor-links-Regelung und das Einbringen von  Inseln auf der Fahrbahn) haben nicht wesentlich zu einer Entlastung der Straße beigetragen.

Die Anwohner der Horionstraße werden durch das erhebliche Verkehrsaufkommen belastet. Insbesondere auch Anwohner der Johannesstraße, in der mittlerweile zahlreiche Kinder leben, weisen auf ein hohes Unfallrisiko hin. So habe sich gezeigt, dass gerade auch im Einmündungsbereich der Johannesstraße die Rechts-vor-links-Regelung von Autofahrern missachtet werde, weil die von der Horionstraße abgehende Johannesstraße kaum wahrgenommen werde.

In der Horionstraße liegt zudem der Johannes-Kindergarten, so dass viele Kinder sich insbesondere auch auf dem Hinweg zum oder Rückweg vom Kindergarten auf der Horionstraße befinden.

Die Horionstraße wird von Fahrzeugführern gerne als Abkürzung genutzt, um von umliegenden Straßen auf das Gelände der Rheinischen Kliniken, zur Schmelenheide oder zur Uedemer Straße zu gelangen.

Die Verwaltung soll daher beauftragt werden, die Möglichkeiten einer Beruhigung zu prüfen. Hier unterstützen wir die mündliche Anregung des Bürgermeisters betreffend die Untersuchung der Möglichkeit des Abbindens.

Angeregt wird ferner, zu prüfen, inwieweit das Nutzen der Straße bspw. durch das Aufbringen von Fahrbahnschwellen „unattraktiv" gemacht und im Bereich des Kindergartens und der Einmündung der Johannesstraße ein sehr langsames Fahren der Fahrzeuge sichergestellt werden kann.            

 

Mit freundlichem Gruß

 
Silke Gorißen
(Fraktionsvorsitzende)

18.01.2010: Vorstellung des Konzeptes "Walking-Bus"

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Bedburg-Hau beantragt,


die Verwaltung zu beauftragen, die Bedburg-Hauer Grundschulen über das Konzept des „Walking-Bus" umfassend zu informieren und sich für eine möglichst flächendeckende Umsetzung im Primarbereich einzusetzen.

 


B e g r ü n d u n g :


Der „Walking-Bus" ist eine gesunde, sichere und nicht zuletzt lustige Art zur Schule und wieder nach Hause zu gelangen. Dieser "Bus" fährt nicht auf vier Rädern, wie es bei einem normalen Schulbus der Fall ist. Vielmehr handelt es sich um einen virtuellen Bus, in dem Kinder in Begleitung von Erwachsenen den Schulweg zu Fuß bestreiten.

Ein Bus mit real existierenden Haltestellen, festen Routen und Fahrzeiten, den Kindern als "Passagieren" und den begleitenden Erwachsenen als "Busfahrern". Auf einer im Vorfeld durch die Polizei festgelegten, risikoarmen "Busstrecke", laufen die Kinder zur Schule und sammeln an den installierten Walking-Bus-Haltestellen weitere Kinder ein. Die beteiligten Erwachsenen haben dafür Sorge zu tragen, dass der "Bus" die Haltestellen pünktlich erreicht und die Kinder sicher an der Schule ankommen.

Der "Bus" "fährt" bei Wind und Wetter und alle Beteiligten müssen reflektierende Schärpen, Westen oder Jacken tragen, weil Sicherheit höchste Priorität hat. Unterwegs können sich die Kinder mit ihren Freunden unterhalten, Wertvolles über Straßensicherheit lernen und ihre Umwelt selbstständig im Freien erfahren. Jeder Walking-Bus ist anders! Er variiert, um den Gegebenheiten der Kinder, ihrer Eltern und der Schule gerecht zu werden. An einigen Schulen laufen mehrere Walking-Bus-Linien, an anderen Schulen existiert nur ein Bus.


Sieben Gründe einen Walking Bus ins Leben zu rufen:


1. Körperliche Aktivität

Der Walking-Bus bietet jedem die Chance, sich regelmäßig körperlich zu betätigen. Wissenschaftliche Untersuchungen nähren die Vermutung, dass körperlich aktive Kinder auch körperlich aktive Erwachsene werden. Schon 15 Minuten Schulweg zu Fuß zur und von der Schule tragen in etwa zur Hälfte der für Kinder empfohlenen Menge an täglicher körperlicher Aktivität bei.

2. Sicherheit

Kinder, die am Walking-Bus teilnehmen, sind Teil einer großen, gut sichtbaren Gruppe, die von Erwachsenen betreut sicher zur Schule und wieder nach Hause gebracht wird. Dieses beruhigt die Eltern, die bisher Bedenken hatten, ihr Kind allein zur Schule gehen zu lassen.

3. Straßenverkehrserziehung

Der Walking-Bus bereitet die Kinder darauf vor, sich später alleine im Straßenverkehr gut zurecht zu finden und rüstet sie mit den wichtigsten Grundsätzen als Fußgänger aus.

4. Sozialverhalten und Lernleistungen

Der Schulweg in der Gruppe bietet den Kindern die Chance, sich ausgiebig zu unterhalten und (neue) Freundschaften zu schließen. Wenn sie dann in der Schule ankommen, ist der Gesprächsbedarf etwas gestillt und sie sind nachweislich aufnahme- und konzentrationsfähiger.

5. Bürgerschaftliches Engagement

Jeder verantwortungsbewusste Erwachsene kann sich beim Walking-Bus engagieren. So hat man mehr Bewegung, hilft der Gemeinschaft, der Umwelt und vor allem den Kindern!

6.  Umwelt

Jeder Weg, der zu Fuß zurück gelegt wird, reduziert neben dem Verkehr im Umkreis der Schulen auch die Luft- und Umweltverschmutzung.

7. Einfaches Atmen

Die Teilnehmer eines Walking-Bus bewegen sich an der frischen Luft, werden sich wacher fühlen und leistungsfähiger in der Schule sein. Diverse Studien belegen, dass Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen, deutlich aktiver sind als diejenigen, die mit dem Auto zur Schule gebracht werden oder im gewöhnlichen Bus fahren.

Der Walking-Bus kann ein leichter Teil eines Weges sein, der Zeitbombe „Übergewicht" bei unseren Kindern als Präventionsmaßnahme entgegen zu wirken.

Der Walking Bus kann alle bewegen: Kinder, Eltern, Rentner, Pensionäre...


Mit freundlichem Gruß

Silke Gorißen
(Fraktionsvorsitzende)

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